Christen in der Dominkanischen Republik und Puerto Rico öffneten ihre Häuser
Charlotte – Obwohl der wohl bekannteste Evangelist weltweit, der Baptistenprediger Billy Graham (91), nicht mehr öffentlich auftritt, entfalten seine früher aufgezeichneten Videoansprachen nach wie vor ihre missionarische Wirkung. Das zeigte sich jetzt bei missionarischen Einsätzen in den Karibik-Inselstaaten Dominikanische Republik und Puerto Rico. Dort haben Christen ihre Häuser geöffnet und Freunde und Nachbarn eingeladen, um mit ihnen über den christlichen Glauben zu sprechen. Bei der Aktion „Meine Hoffnung“ sollen über 69.000 Gäste Christen geworden sein, berichtet die Billy-Graham-Gesellschaft (Charlotte/US-Bundesstaat North Carolina), die das Projekt vorbereitet und durchgeführt hatte. Wie es hieß, habe sich gezeigt, dass „Evangelisation nicht nur etwas für Pastoren ist, sondern für jeden, der anderen etwas über die Hoffnung und Liebe weitersagen will, die er in Jesus Christus gefunden hat“. 5.500 Kirchengemeinden in beiden Ländern hätten sich an dem Projekt beteiligt und ihre Gemeindemitglieder entsprechend vorbereitet. Sie hätten ihren Gästen ein evangelistisches Videoprogramm mit einer Ansprache von dem Evangelisten Billy Graham – alternativ dazu wurde auch eine Ansprache von Grahams Sohn Franklin - gezeigt und etwas über ihren eigenen Glauben erzählt. Für die frisch Bekehrten habe es in den Kirchengemeinden Folgetreffen gegeben.
Die Aktion „Meine Hoffnung“ wurde 2002 gestartet und bisher in 50 Ländern durchgeführt, teilte das Missionswerk mit. In der Dominikanischen Republik sind 89 Prozent der 8,8 Millionen Einwohner Katholiken, in Puerto Rico sind knapp 80 Prozent der 3,9 Millionen Einwohner ebenfalls katholisch. Für das kommende Jahr sind unter anderem ähnliche Projekte auch in Portugal und Spanien vorgesehen.
Klaus Rösler
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